FAQs

Hier eine Reihe von Antworten auf oft gestellte Fragen

 

 

Was ist eigentlich ein Bewegungsstall oder Aktivstall?

Mangelnde Bewegung bedingt Schäden, insbesondere am Bewegungsapparat. Darüber hinaus behindert Bewegungsmangel z.B. auch die Selbstreinigungsmechanismen in den Atemwegen, beeinträchtigt u. a. den Hufmechanismus und den gesamten Stoffwechsel.

Unter naturnahen Bedingungen bewegen sich Pferde im Sozialverband zur Futteraufnahme bis zu 16 Stunden täglich. Hierbei überwiegt der entspannte Schritt.

Im Bewegungstall liegen die Funktionsbereiche (Kraftfutterstand, Heuraufen ,Tränken, Liegebereiche) möglichst weit auseinander.

Die Vorteile die sich daraus ergeben sind, dass sich die Gruppe zerstreut, Rangeleien werden vermindert, das Pferd ist beschäftigt, Langeweile wie bei einer Boxenhaltung gibt es nicht mehr.

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Wie ist unser Bewegungsstall eingerichtet?

unser Bewegungsstall hat folgende Einrichtungen:

Ruhebereiche

    Wir haben damit auch rangniedrige Pferde einen Ruheplatz findet insgesamt 4 Ruheräume die im Winter mit Stroh eingestreut sind. (Insgesamt ca.280 m²)

    Alle unsere Ruheräume haben mindestens 2 Ein- Ausgänge oder sind an einer Seite Komplet offen damit die Pferde ausweichen können.

Tränke

    PfeDSCI0022 (Small)rde trinken gerne in grossen Schlücken.

     

     

 

     

     

     

 

Raufutterraufen:

     Es befinden sich im befestigten Auslauf insgesamt 4 Raufen.

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Kraftfutterstation mit Computersteuerung:

    die Kraftfutterration wird auf viele kleine Einheiten über den Tag verteilt. Wir bieten den Pferden in der Kraftfutterstation Hafer freie Pelletts von St. Hippolyt, und wenn gewünscht Hafer an.

    Zusätzlich wird das Pferd in der Station mit der für Ihn entsprechenden Menge Mineralfutter versorgt

    .Kraftfutteranlage

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Für welche Pferde ist diese Haltung geeignet?

Beengende Haltungsbedingungen (Boxenhaltung oder enge Paddocks) verursachen Stress. Sie erzwingen eine zu geringe Individualdistanz gegenüber ranghöheren Pferden. Die Folgen sind vermehrt aggressives Verhalten und erhöhte Verletzungsgefahr.

Viele Halter kennen ihre Pferde nur unter beengten Bedingungen bzw. in Gruppen ohne gefestigte Rangordnung. Dadurch hält sich hartnäckig der Irrtum, dass Herdenhaltung automatisch Stress und Verletzungsgefahr für die Pferde bedeutet. Aber die dauerhaft auferlegte Isolierung von den Artgenossen kann keine Lösung im Sinne des Pferdes sein. Viele so genannte Stalluntugenden entstehen ursächlich durch Mängel in der Haltung.

In unserem Bewegungsstall leben Stuten und Wallache ganz verschiedener Rassen. Alle Pferde kommen sehr gut mit den Gegebenheiten zurecht und fühlen sich nach der Eingewöhnung sehr wohl. Die Stallanlage bietet auch den rangniedrigen Tieren Schutz vor Regen, Wind und Sonne.

Für folgende Pferde jedoch ist die Gruppenhaltung nicht geeignet:

  • gesundheitlich stark beeinträchtigte Pferde, die mit der ausschliesslichen Gruppenhaltung überfordert sein könnten
  • extrem unverträgliche Pferde
  • Wallache mit ausgeprägtem Hengstverhalten
  • Hengste

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Machen Kälte und Regen den Pferden wirklich nichts aus?

Als ursprüngliches Steppentier ist das Pferd gut gerüstet, um auch mit schnellen Wetterwechseln bestens zurecht zu kommen. Selbst Boxenpferde stellen sich hervorragend um, vor allem, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, sich schon auf der Sommerweide an das Leben im Freien zu gewöhnen. Der Bewegungsstall bietet dem Pferd die Freiheit zu entscheiden, wann es sich unterstellen möchte. Diese Wahl muss auch jedem rangniedrigen Pferd offen stehen. Unser Stall bietet dafür sehr viel Raum mit grossen Liegebereichen und weiteren Überdachungen.

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Gibt es viele Rangeleien in der Gruppe?

Auseinandersetzungen und Rangstreitigkeiten gehören zu einem artgerechten Pferdeleben, doch im Allgemeinen verläuft das Leben in der Gruppe friedlich. Kleinere Schrammen kommen trotzdem vor. Ernsthafte Verletzungen lassen sich nicht ausschliessen, doch das Risiko kann durch ein entsprechendes Management (Eingewöhnung) und geeignete bauliche Voraussetzungen und genügend Platz stark vermindert werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein begrenzter Zugang zu Futter und Wasser zur Häufung von Biss und Trittverletzungen führt. Dies und die Empfehlungen von namhaften Futtermittelherstellern gaben den Ausschlag für unsere Ad-libitum Heufütterung.

Interessanterweise stellten Veterinäre fest, dass es entgegen eines Vorurteils bei Gruppenhaltung nicht häufiger zu Verletzungen kommt als bei Einzelhaltung. Bei der Haltung in Einzelboxen mit begrenztem Weidegang können die Tiere keine gefestigte Herdenstruktur aufbauen, wodurch es immer wieder zu Kämpfen um die Rangordnung kommt.

Bei Pferden, die in permanenter Gruppenhaltung leben, kommt es dagegen nur bei einem zu geringen Raumangebot dazu, dass niederrangige Tiere höherrangigen nur schwer aus dem Weg gehen können. Ist gewährleistet, dass in der Rangordnung niedrig stehende Pferde den ranghöheren ausweichen können, trägt diese Haltungsform am besten dazu bei, Biss- und Trittverletzungen zu vermeiden.

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Auf welche Weise wird ein neues Pferd eingegliedert?

Die Eingliederung eines fremden Pferdes in eine Herde verlangt Fingerspitzengefühl und ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Wir lassen dem Neuankömmling aber immer genügend Zeit, die neuen Stallkameraden vom sicheren Paddock aus kennenzulernen. Als nächster Schritt wird dann der “neue” mit ausgewählten Pferden auf einer grossen Weide zusammengeführt. Nach unserer Erfahrung ist es am einfachsten wenn man mehrere Pferde auf einmal eingewöhnt. Dann werden die neuen zuerst zusammengeführt. Wenn die neuen aneinander gewöhnt sind, ist es für diese Pferde leichter in der Gruppe. Die Aufmerksamkeit der Gruppe verteilt sich auf mehrere Pferde.

Wir gliedern “neue” Pferde nur in der Weidesaison (April bis November) in unsere Gruppe ein. Nach unseren Erfahrungen ist es für die “neuen” auf der Weide einfacher als im Auslaufbereich. Im Winter sind die Weiden meist tief und rutschig so dass die Verletzungsgefahr sich erhöht..

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Welche Nachteile hat die Gruppenhaltung?

In der Gruppenhaltung können manchmal Bisswunden vorkommen. Auseinandersetzungen gehören jedoch zum natürlichen Leben, und in der Regel sind die Verletzungen nur oberflächlich.

Das dichte Fell im Winter kann bei anstrengender Arbeit die Pferde stärker zum schwitzen bringen. Hierauf muss man beim reiten Rücksicht nehmen und länger trocken reiten. Es steht auch ein Solarium mit Wärmelampen zur Verfügung. Hier können die Pferde nach einem anstrengenden Ritt schnell getrocknet werden.

Die Nachteile sind bei der Gruppenhaltung jedoch weniger auf der Seite des Pferdes als des Menschen. Da sich die Pferde im Auslauf oder auf der Weide öfters wälzen, muss man sie meist etwa länger putzen.

Zum Reiten müssen die Pferde unter Umständen zuerst von der Weide geholt werden, was bei uns ,obwohl alle Weiden direkt am Hof liegen, ein schöner Spaziergang von über 1 km sein kann. 
 

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Wie gross ist die optimale Gruppengrösse?

Viele Pferdebesitzer sind der Meinung dass eine kleine Gruppe besser für Ihr Pferd ist. Unsere Erfahrung und die Erfahrungen in vielen anderen Betrieben ist jedoch eine andere.

Die grösste Aufmerksamkeit bei der Gruppenhaltung muss darauf ausgerichtet sein, dass die Pferde sich untereinander möglichst gut vertragen (keine Verletzung, keine Unruhe usw.)

Wenn man z.B. zwei Pferde (kleinste Gruppe) in einem Laufstall halten will, eines davon sich aber nicht mit dem anderen verträgt, kann man machen, was man will, eine Harmonie unter den beiden Pferden wird nie entstehen. Wenn man aber diese beiden Pferde in einer grösseren Gruppe von z.B. 20 Pferden leben lässt,  ist das Risiko, dass das eine aggressive Pferd für Unruhe sorgt, um das Zehnfache geringer.

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